Weichgewebe-Volumizer: Gelperformance und Hebekapazität

Die neueste Studie von Teoxane, veröffentlicht im International Journal of Pharmaceutics, bietet neue Einblicke in Weichgewebe-Volumizer. Mit der Einführung des Projection Index zeigen die Forschenden, wie diese Gele Gewebe unter Hautspannung erhalten und anheben – ein oft unterschätzter Faktor. Die Untersuchung beleuchtet zudem die Widerstandsfähigkeit gegenüber dynamischer Kompression und enzymatischem Abbau und liefert wertvolle Erkenntnisse für langlebigere ästhetische Lösungen.

In dieser im International Journal of Pharmaceutics veröffentlichten Studie analysierten Forschende von Teoxane die Eigenschaften von Weichgewebe-Volumizern und eröffneten eine neue Perspektive auf deren Funktionalität. Mit der Einführung des Projection Index wird aufgezeigt, wie sich diese Gele im Zeitverlauf verhalten und inwieweit sie Gewebe unter Hautspannung erhalten und anheben können – ein Aspekt, der in herkömmlichen Bewertungen häufig vernachlässigt wird.

Volumengebende Filler, die zur Wiederherstellung oder Schaffung von Gesichtsvolumen eingesetzt werden, spielen eine zentrale Rolle in der ästhetischen Medizin. Um das In-vivo-Verhalten von fünf kommerziellen Volumizern (Teosyal® RHA 4, JUVVOL, RESVOL, RESLYFT und BELVOL) umfassend zu bewerten, wurde eine dynamische Kompression zur Bestimmung des elastischen Moduls (E') eingesetzt. Trotz ähnlicher klinischer Indikationen zeigten die einzelnen Volumizer unterschiedliche Eigenschaften. Teosyal® RHA 4 und BELVOL wiesen die höchste Dehnungsresistenz auf, während Teosyal® RHA 4, JUVVOL und RESVOL eine überlegene Gewebeprojektion zeigten.

Mit dem Projection Index wurde die Fähigkeit eines Gels bewertet, Gewebe langfristig anzuheben – ein entscheidender Faktor, der bislang wenig berücksichtigt wurde. Kompressions-Kriechtests simulierten die durch Hautspannung induzierte Spannungsrelaxation. Dieser innovative Ansatz, erstmals bei kommerziellen Fillern angewendet, liefert wichtige Erkenntnisse zur Widerstandsfähigkeit gegenüber dynamischer Kompression und zur Fähigkeit, Hautspannung über längere Zeit standzuhalten.

Darüber hinaus untersuchte die Studie die Haltbarkeit der Gele durch Analyse ihrer Resistenz gegenüber enzymatischem Abbau im Multidose-Ansatz. JUVVOL und Teosyal® RHA 4 zeigten dabei die höchste Persistenz.

„Diese Studie unterstreicht den erheblichen Einfluss von Herstellungsprozessen auf die Leistungsfähigkeit volumengebender Filler. Deutliche Unterschiede zwischen den Gelen machen einen differenzierten Formulierungsansatz erforderlich“, erklärt Jimmy Faivre, R&D Manager bei Teoxane und Letztautor der Studie. „Die Arbeit stellt die ausschließliche Nutzung des Scher-Elastizitätsmoduls (G') als Indikator für Gelsteifigkeit infrage und führt stattdessen das elastische Modul unter dynamischer Kompression (E') als klinisch relevanteren Parameter ein.“

Diese Forschung erweitert die analytischen Werkzeuge zur Charakterisierung von Weichgewebe-Volumizern und etabliert den Projection Index als neuen Maßstab zur Bewertung der Hebekapazität von Gelen über die Zeit. Durch die Bereitstellung von In-vitro-Methoden zur Untersuchung des Gelverhaltens sollen potenzielle Leistungs- und Sicherheitsaspekte bereits vor klinischen Studien identifiziert werden. Langfristig kann dies zur Reduzierung von Tierversuchen beitragen und die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten verbessern.

Bei der Entwicklung volumengebender Filler mit robusten mechanischen Eigenschaften zeigt die Teoxane-Studie das notwendige Gleichgewicht zwischen Widerstand gegen Hautspannung, Erhalt der Gewebeprojektion und klinischer Langzeitwirkung auf. Angesichts der kontinuierlichen Weiterentwicklung der ästhetischen Medizin markiert diese Forschung einen wichtigen Schritt hin zu fundierteren und innovativeren Weichgewebe-Volumizern.