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Bewertung der Filler-Performance in Bewegung: Teoxane führt zwei neue rheologische Parameter ein
Die Konzepte Strength und Stretch wurden entwickelt, um Behandlern präzise Informationen zu rheologischen Eigenschaften zu liefern und ebnen den Weg für eine neue, optimierte Charakterisierung der Performance von Dermalfillern.

Bewertung der Filler-Performance in Bewegung: Teoxane führt zwei neue rheologische Parameter ein
Die Konzepte Strength und Stretch wurden entwickelt, um Behandlern präzise Informationen zu rheologischen Eigenschaften zu liefern und ebnen den Weg für eine neue, optimierte Charakterisierung der Performance von Dermalfillern.
Unter allen Dermalfillern haben Gele auf Basis von Hyaluronsäure (HA) in den letzten 20 Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Natürliche und sofort sichtbare Ergebnisse, Langlebigkeit und Sicherheit zählen zu den Vorteilen ihrer Anwendung – allein oder in Kombination mit anderen dermatologischen Lösungen1. Während der Herstellung kann die Integrität der HA-Ketten durch Temperatur oder pH-Wert beeinflusst werden, was potenzielle Sicherheitsaspekte mit sich bringen kann2. Die Antizipation solcher Risiken und die Beherrschung der mechanischen Eigenschaften von HA-Gelen unter Wahrung der HA-Integrität sind daher zu einer Priorität für Teoxane geworden.
Mit der Einführung einer Reihe von 4 resilienten HA-Fillern verbesserte Teoxane die Integrität der HA-Ketten durch eine proprietäre Technologie (Preserved Network), die lange HA-Ketten besser erhält und nur minimale Vernetzung erfordert. Dieser Herstellungsprozess ermöglicht es dem Dermalfiller, sich besser an Muskelbewegungen im dynamischen Gesichtsausdruck anzupassen3,4.
Historisch wurde der elastische Modul G’ zur Charakterisierung von Fillern verwendet. Es zeigte sich jedoch, dass dieser nicht ausreicht, um ihre Performance – insbesondere in Bewegung – vollständig zu beschreiben, da G’ unter nahezu statischen Bedingungen gemessen wird5. Um diese Eigenschaften präziser zu bewerten, führte Teoxane zwei neue rheologische Parameter ein, die die Fähigkeit eines Fillers messen, sich zu deformieren und an die Gesichtsdynamik anzupassen, um natürliche Ergebnisse zu erzielen6.
Der erste Parameter, Strength, beschreibt den Bereich von Belastungen und Deformationen, den ein Dermalfiller tolerieren kann, während sein elastischer Modul G’ erhalten bleibt. Dieser Bereich wird als linear viskoelastische Region (LVER) bezeichnet. Strength spiegelt somit den Spannungsbereich wider, in dem ein Gel seine mechanische Performance ohne Beeinträchtigung aufrechterhält.
Der zweite Parameter, Stretch, beschreibt die Fähigkeit eines Gels, sich zu deformieren und sich an Belastungen anzupassen, die durch Gewebedehnung entstehen, beispielsweise beim Lächeln.
Zur Validierung dieser Parameter wurden sie an einer Bibliothek von Dermalfillern getestet, die aus führenden Marktprodukten ausgewählt wurden. Alle untersuchten Produkte waren vernetzte HA-Gele, hergestellt mit unterschiedlichen Technologien und für verschiedene Indikationen und Filler-Kategorien bestimmt.
Innerhalb der einzelnen Produktreihen zeigten Filler für oberflächlichere Indikationen die höchsten Stretch-Werte, während Volumengeber die höchsten Strength-Werte aufwiesen. Im direkten Vergleich aller Produkte zeigten die Teosyal RHA®-Produkte die größten Bereiche sowohl bei Strength als auch bei Stretch und bestätigten damit optimierte mechanische Eigenschaften, die auf die jeweiligen Anwendungsgebiete abgestimmt sind.
Diese Studie verdeutlicht, dass der elastische Modul G’ allein nicht mehr ausreicht, um das In-vivo-Verhalten von Dermalfillern vorherzusagen, da seine Messung unter statischen Bedingungen erfolgt. Die speziell entwickelten Konzepte Strength und Stretch liefern präzisere rheologische Informationen für Behandler und eröffnen einen neuen, optimierten Ansatz zur Charakterisierung der Performance von Dermalfillern.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33492870